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Starke Nachfrage an den Edelsteinmärkten

Steigende Nachfrage für Edelsteine

Leer gefegte Rohsteinmärkte
 

Die Zutaten für feine Juwelen werden immer teurer. Gold und Silber sind Anlegers Lieblinge und seit zwei Jahren in einer Preisspirale nach oben unterwegs. Nun sind die Edelsteinmärkte vom wachsenden Nachfragehunger aus Fernost erfasst worden. Vor allem grosse, hochwertige Steine sind kaum noch zu bekommen. (Zitat: GZ Online )

Diamanten und Farbedelsteine sind äusserst selten zu finden. Und sie teilen das Los aller natürlichen Ressourcen: Sie sind endlich und das in einem viel kleineren Masse, als es bei Gold oder Silber der Fall ist. In den vergangenen Jahren wurden keine grösseren Diamantvorkommen mehr entdeckt. Viele vorhandene Fundstätten sind allmählich erschöpft . Die grossen Konzerne wie De Beers und Alrosa verknappen überdies künstlich das Angebot. Ähnlich sieht es bei zahlreichen Farbedelsteinen aus. Vor allem qualitativ hochwertige, grosse Farbedelsteine sind rar geworden. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden zudem zahlreiche Minen geschlossen und die systematische Suche nach neuen Vorkommen eingestellt. Nun trifft ein begrenztes Angebot auf eine wachsende Nachfrage und die Preise steigen. Sind feine Juwelen bald kaum noch zu bezahlen?

Nachfrage aus Fernost boomt

In den USA, dem bisher wichtigsten Markt für funkelnde Geschmeide, leiden die Reichen und Schönen immer noch unter dem Schatten der Finanzkrise. Das Weihnachtsgeschäft war zwar recht gut, aber der Diamantschmuckmarkt hat noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht. Dasselbe gilt auch für Europa. Aber in Indien und China wächst das Interesse an Schmuck mit Diamanten und Edelsteinen derzeit genauso rasant wie die Wirtschaft dort. Damen der Hongkonger High Society behängen sich bei Events mit Juwelen in Mengen und Dimensionen, wie man sie sonst nur von Königshäusern kennt. Seit 2009 ist China der weltweit zweitwichtigste Markt für Luxusgüter. Chinas Mittelschicht zählt heute rund 200 Millionen Menschen. Sie verdienen so viel Geld, dass sie sich auch teure Güter wie zum Beispiel Diamant- und Edelsteinschmuck leisten können. Sie kaufen all das, wovon sie vor wenigen Jahren nur träumen konnten.

Das dürfte dazu führen, dass China bereits Ende 2011 der weltgrösste Markt für Luxusgüter sein wird, sind die Experten überzeugt. Ein weiteres Boomland für alles, was gut und teuer ist, ist Indien. Die Diamantschmuckverkäufe wuchsen hier im Jahr 2010 um sagenhafte 58 Prozent. Indien soll schon bald Deutschland bei der Schmucknachfrage von Platz 5 auf der Weltrangliste verdrängen. Der neue Reichtum in Fernost scheint derzeit die Rohstoff märkte regelrecht leer zu saugen...

Begrenztes Rohsteinangebot

Entsprechend gravierend sind die Auswirkungen auf die Edelsteinmärkte. Beispiel 1: der Diamantmarkt. Er wird in den nächsten Jahren mit knapper werdendem Angebot rechnen müssen. Die alten Minen sind weltweit schneller ausgebeutet als neue Vorkommen erschlossen werden können. Teure Minen wurden geschlossen, die Rohdiamantpreise kräftig angehoben. Schrittmacher war De Beers, der immerhin noch 40 Prozent des internationalen Handels mit Rohdiamanten kontrolliert. Die Südafrikaner hatten aufgrund der tiefen Wirtschaftskrise ihre Produktion Anfang 2009 um unglaubliche 90 Prozent gedrosselt. Jetzt haben die Preise und das Handelsvolumen das Niveau von 2008 fast wieder erreicht, wie jüngst ein Diamantmarktreport von Rapaport berichtet. De Beers hat im gesamten zurückliegenden Jahr insgesamt 31 Millionen Karat gefördert, fast doppelt so viel wie im Jahr 2009. Damit blieb der Branchenriese trotzdem noch weit unter den 48 Millionen Karat, die 2007 erreicht wurden. Eine Marke, die so schnell nicht wieder anvisiert wird. Das Unternehmen hat angekündigt, die Produktion künftig auf 40 Millionen Karat zu beschränken. Grund: Es wurden in den letzten Jahren einfach keine neuen Vorkommen mehr entdeckt. Die alten Minen haben ihr Fördermaximum schon längst überschritten. De Beers wie auch Alrosa strecken das Angebot, indem sie Steine für die Zukunft horten.
 





Published on Wednesday, 02. November 2011 at 07:13 am

 
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